4. Ylang Ylang

Duftbotschaften zu den Rauhnächten 2021

Impulse aus dem Fläschchen – begleitet vom Tarot.

Zur energetischen Begleitung der Rauhnächte gibt es seit jeher den Brauch, bestimmte Duftpflanzen zu räuchern:
Salbei zur Reinigung, Weihrauch für die spirituelle Verbindung, Wacholder zum Schutz, Fichten- und Tannennadeln für Kraft und neuen Mut.

Auch ätherische Öle bieten sich wunderbar an – sie vereinen die materielle Pflanze mit ihrer feinstofflichen Essenz.

Die Weisheit liegt in der Stille – darum höre ich in diesem Jahr zu, was die Pflanzen selbst zu sagen haben.

In diesen zwölf Nächten habe ich intuitiv jeden Tag ein ätherisches Öl gewählt und seine Duftbotschaft empfangen. Begleitet wurden sie von einer Tarotkarte – als Spiegel, als Verstärker, Kontrast oder zur Klärung.

Kein Skript, keine Planung – nur der Moment.
Für jetzt. Für später.


Mit dem heutigen Duft Ylang Ylang [Cananga odorata] geht’s von den kopflastigen Themen mitten ins Herz. Wir sind bei der 4. Rauhnacht – einer der sogenannten Superrauhnächte – und gleichzeitig ist Heiligabend.

Schon irgendwie schräg, dass das Fest der Liebe vermutlich der Tag im Jahr ist,
an dem das Konfliktpotenzial am höchsten ist.

Statt Vorfreude herrscht: Stundenlanges Kochen, Zähne zusammenbeißen,
Themen ausklammern, damit’s keine Scherben gibt – und das alles noch bevor die Bescherung beginnt.

Achja, die Sache mit den Geschenken.
„Wir schenken uns nichts“ – und dann doch. Oder eben wirklich nichts – und jemand ist enttäuscht. Manchmal wird dafür sogar ein Kredit aufgenommen,
der das ganze nächste Jahr mitschwingt.

Wessen Blutdruck bei dieser Vorstellung steigt, dem reiche ich gerne mein kleines Fläschchen: Ylang Ylang.

Der Duft, der runterbringt.
Und – ganz im kleinen Kreis – vielleicht auch rauf…

4. Rauhnacht 24.12.2021 > April

Duftbotschaft:
Lass dich fallen

Entspannend, harmonisierend, weich, warm, hingebend, narkotisierend, betörend – all das beschreibt Ylang Ylang.
Also doch DER Duft des Abends: Er schenkt Luft zum Atmen – und die Erlaubnis, loszulassen. Onkel Heinrichs politischer Diskurs wird vorzeitig gestoppt und die neuen Socken unterm Baum? Mit ganz viel Fantasie… fast schon sexy Unterwäsche.

Ylang Ylang bringt uns zurück in den Körper und damit zu unserer Intuition.
Was wir zuvor noch krampfhaft durchdenken wollten, fühlt sich plötzlich leichter an. Fließender und weicher.

 

Die Hohepriesterin

Passender könnte es nicht sein.

Wie Ylang Ylang steht auch sie für das weibliche Prinzip,
zugeordnet dem Mond: das Geheimnisvolle, das Empfangende, das Intuitive.

Sie lüftet den Schleier aber nicht mit Druck, sondern mit Hingabe und innerem Wissen.

Sie erinnert uns daran, nicht nur auf den Verstand zu hören, sondern auch auf das, was sich im Herz regt. Im Bauch. Im Moment zwischen Ein- und Ausatmen.

Entspann dich, lass dich fallen und höre
heute auf deine innere Stimme.

 

Ein lunares Duo für die Macht des Unterbewussten

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