7 COPAIBA

 “Wenn die stille Zeit vorbei ist, wird’s auch wieder ruhiger!” – Karl Valentin

Wir haben die Weihnachtsfeiertage dieses Jahr bewusst allein und in aller Ruhe verbracht. Dennoch habe ich das Gefühl, dass heute, an diesem stinknormalen Montag, wieder irgendwas von einem abfällt. Denn seien wir ehrlich, auch wenn man sich an Weihnachten raushält, irgendeine Erwartung an diese Tage steht trotzdem im Raum.

Na dann, genießen wir die wieder einkehrende Ruhe mit Copaiba [Copaifera officinalis].

 

 7. Rauhnacht 27.12.2021 > Juli
Duftbotschaft: Habe keine Angst vor dir selbst 

 

Ich habe hier auf dem Blog bereits ausführlich über das Balsam aus Südamerika geschrieben.

WER BIN ICH UND WIE VIELE?

Die großen spirituellen Themen von Copaiba sind die Innenschau und das Erkennen des wahren Selbst. Da spielt uns die begleitende Karte des Eremiten ja voll rein. Er steht eben für die Erkenntnis wer wir sind, was wir wollen und wie wie dort hin kommen. Im Grunde Fragen, die wir nur selbst beantworten können.

 

 

Ein Grund, warum Plattformen wie Youtube, Instagram und Tik Tok so gut funktionieren, ist die Gier nach äußerer Bestätigung und dem Wunsch zu etwas dazuzugehören. Ich selbst musste schon erkennen, was dieser Einfluss mit einem macht. Man vergleicht sich, fragt sich, wie man seinen Content so aufbereiten könnte, dass er angesagt bleibt und möglichst viele Leute anspricht. Und bumms, hat man sich im Influencer Orbit verloren. Plötzlich war ich an der Schwelle zur der Öletante, die auch nur das wiederholt hat, was zig andere schon vor ihr gemacht gemacht haben. Aber ich bin halt nicht wie die anderen 😉 .

Jetzt stand ich da, als frischgebackene Aromapraktikerin und hatte keine Ahnung, wie ich authentisch und sinnvoll meine Leidenschaft teilen könnte. Ich bin ja nicht nur Duftbotschafterin, sondern habe noch 100 andere Interessen und Fähigkeiten, die das ganze Bild von mir ausmachen. Und das bedeutet eben nicht, die Aromapraktikerin, die Designerin oder die Fragestellerin in unterschiedliche Persönlichkeiten zu trennen, sondern alles in einem zu vereinen. Diese Erkenntnis, und besonders die Umsetzung dieser, erfordert Rückzug. Der Weg uns selbst wieder näher zu kommen, schafft man am besten frei und ohne äußeren Einfluss.

Authentizität macht verletzlich. Nun kann man sich nicht mehr hinter einer Rolle verstecken und jede Kritik trifft schwerer. Aber nur, weil jemand mit deiner Arbeit oder Meinung nicht konform geht, heißt das nicht automatisch, dass sie falsch ist. Vielleicht versteht es dein Gegenüber (noch) nicht, vielleicht triggert es irgendwas oder es ist einfach wie es ist. Man kann ja auch nicht jedem gefallen. Das Infragestellen eigener Ansichten ist gut und hält uns in Bewegung aber sollte eben nicht in tiefen Selbstzweifeln enden.

In diesem Sinne:
Befreie dich von der Meinung anderer und deiner angelernten Persönlichkeit.
Hab keine Angst vor dem was und wer du wirklich bist.

 

 

 

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