7. Copaiba

 „Wenn die stille Zeit vorbei ist, wird’s auch wieder ruhiger!“ – Karl Valentin

Wir haben die Weihnachtsfeiertage dieses Jahr bewusst allein und in aller Ruhe verbracht. Und trotzdem: Heute, an diesem stinknormalen Montag,
fällt irgendwie etwas von mir ab. Denn – seien wir ehrlich – auch wenn man sich an Weihnachten raushält, irgendeine Erwartung schwebt trotzdem im Raum.

Jetzt also endlich wieder Ruhe.

Und genau dazu passt der heutige Duft: Copaiba [Copaifera officinalis]

 

 7. Rauhnacht 27.12.2021 > Juli


Duftbotschaft:
Habe keine Angst vor dir selbst 

 

Über das Balsamharz aus Südamerika habe ich an anderer Stelle schon geschrieben. Heute geht’s um das, was dahinter liegt:

Wer bin ich und wie viele?

Copaiba hilft, nach innen zu schauen. Es bringt uns zurück zu unserem wahren Selbst. Und wie passend, dass heute die Karte des Eremiten gefallen ist:
Sie steht genau für diesen Weg: Für das stille Erkennen, wer wir sind, was wir wollen – und wie wir dorthin kommen.

Fragen, die man nur selbst beantworten kann.

 

 

Ein Grund, warum Plattformen wie Instagram, TikTok & Co. so gut funktionieren,
ist die Gier nach äußerer Bestätigung. Der Wunsch, dazuzugehören.
Auch ich musste das erkennen.

Man vergleicht sich, passt den Content an,
optimiert, damit’s „ankommt“. Und plötzlich steht man an der Schwelle zur „Öletante“, die nur noch wiederholt, was zig andere schon vor ihr gemacht haben.

Aber das bin ich nicht.

Da stand ich also als frisch ausgebildete Aromapraktikerin,
mit einer riesigen Leidenschaft – aber null Plan, wie ich sie authentisch teilen kann.

Denn ich bin nicht nur die Duftfrau. Ich bin Designerin, Texterin, Fragestellerin, mit einem ganzen Blumenstrauß an Themen und Ideen.

Und es geht eben nicht darum, diese Rollen zu trennen, sondern sie zu einem zu verbinden.

Authentizität macht verletzlich. Nun kann man sich nicht mehr hinter einer Rolle verstecken und jede Kritik trifft schwerer. Vielleicht wird’s einfach (noch) nicht verstanden. Vielleicht triggert oder spiegelt es etwas. Oder vielleicht… ist es einfach so.

Du musst nicht allen gefallen.

Sich selbst hinterfragen ist gut – es hält uns beweglich. Aber es sollte nicht in Selbstzweifeln enden.

In diesem Sinne:
Befreie dich von der Meinung anderer
und deiner angelernten Persönlichkeit.
Hab keine Angst vor dem was und
wer du wirklich bist.

Duftbotschaften zu den Rauhnächten 2021

Impulse aus dem Fläschchen – begleitet vom Tarot.

Zur energetischen Begleitung der Rauhnächte gibt es seit jeher den Brauch, bestimmte Duftpflanzen zu räuchern:
Salbei zur Reinigung, Weihrauch für die spirituelle Verbindung, Wacholder zum Schutz, Fichten- und Tannennadeln für Kraft und neuen Mut.

Auch ätherische Öle bieten sich wunderbar an – sie vereinen die materielle Pflanze mit ihrer feinstofflichen Essenz.

Die Weisheit liegt in der Stille – darum höre ich in diesem Jahr zu, was die Pflanzen selbst zu sagen haben.

In diesen zwölf Nächten habe ich intuitiv jeden Tag ein ätherisches Öl gewählt und seine Duftbotschaft empfangen. Begleitet wurden sie von einer Tarotkarte – als Spiegel, als Verstärker, Kontrast oder zur Klärung.

Kein Skript, keine Planung – nur der Moment.
Für jetzt. Für später.


 

 

 

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