LEBERSTÄRKUNG IM FRÜHLING

Wir haben Anfang März und die letzten zwei Wochen waren schon richtig warm und frühlingshaft. Gerade jetzt im Frühjahr ist eine gute Zeit für das was Brigitte und Bild der Frau so schön werbeträchtig als Detox und Cleansing verkaufen. Aber eine kleine Entgiftungskur für deine Leber ist im Frühjahr keine schlechte Idee. Dass das keine Wissenschaft ist, sondern mit ein paar (Haus-) Mittelchen, kannst du dir und deinem Körper und deiner Seele was richtig Gutes tun.

 

Müdigkeit ist der Schmerz der Leber.

Du kennst bestimmt das Phänomen der Frühjahrsmüdigkeit: Endlich wird es wärmer, heller, alles sprießt und blüht und eigentlich sollte alles in dir nach einer schönen Zeit draußen schreien. Trotzdem wäre ein Mittagschläfchen viel verlockender, vielleicht ist sogar eine Migräne im Anmarsch oder deine Laune passt so gar nicht zum freudigen Vogelgezwitscher.

Das hat oftmals mit dem Stoffwechsel, mit Übersäuerung oder Belastung von Giftstoffen, zum Beispiel durch falsches Essen oder Medikamente zu tun. Für diesen Entgiftungsprozess ist eine fitte Leber ganz wichtig.

Die Chinesen sagen, dass die Leber das Haus der Seele ist. Bei uns gibt’s die Redensart, „dir ist eine Laus über die Leber gelaufen“, was von der Annahme rührt, dass unsere Emotionen und Gefühle in der Leber sitzen. So wirken sich Wut uns Stress direkt auf die Leber- Galle aus.

Wenn wir also davon ausgehen, dass die Emotionen sich auf die Leber auswirken und Müdigkeit ein Teil des Symptoms ist, dann lohnt auch ein Blick, mit welchen geistigen Toxinen wir uns tagtäglich umgeben – was quasi zur seelischen Übersäuerung führt.

Wir sind von so viel Informationen, geistigem Junkfood und Nachrichten umgeben, was irgendwie verarbeitet werden will. Mach dir mal den Spaß und nimm dir abends eine ruhige Minute und lasse Revue passieren, was heute alles an Wörtern, Bildern, Gerüchen usw. auf dich eingeprasselt sind.

Aktuell werden wir viel mit Ängsten konfrontiert und einige wissen viele nicht, wie es weitergehen soll. Dass da nicht nur eine Laus, sondern eine ganze Armee von Läusen über die Leber läuft, ist nicht verwunderlich.

Ich glaube schon, dass viele körperliche Probleme sich auf seelischer Ebene anbahnen und dass eine geistige Hygiene genauso wichtig ist, wie sich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.

Wenn es irgendwann zwickt und zwackt, hat man es meist schon ewig vorher vernachlässigt, sich um diese Balance zu kümmern. Dann doch lieber vorsorglich etwas machen.

 

Wenn sich nach diesem langen Winter, das Leben wieder nach Außen verlagert, kann man diese Zeit wunderbar nutzen um rauszugehen und das Handy daheim zu lassen.

Statt 2 Stunden Facebook Feed scrollen und alle zu hassen, könnte man vielleicht lieber den Garten oder Balkon vorbereiten. Statt sich mit Anträgen rumzuärgern und sich in dem Mist zu suhlen, der jetzt im Moment eh nicht zu ändern ist, einfach mal 10 Minuten hinsitzen und atmen – oder wenn die Wut zu groß ist und Bewegung mehr hilft, einfach gute Musik aufdrehen und sich mal kurz zum Affen machen. Wenn der Nachbar sich beschwert, kann man es auch da kurz raus lassen 😉

Also kümmern wir uns auf der geistigen Ebene um unser Entgiftungsorgan, indem wir es nicht dauernd mit Ärger, Stress, Frust, und unwichtigem Blödsinn zumüllen und unterstützen die Leber gleichzeitig auf körperlicher Ebene, damit sie gute Arbeit leisten kann und ein bisschen Zeit für die Regeneration findet.

 

Was Oma noch wusste – der Leberwickel

Eine einfache und effektive Methode die Leber zu stärken und zu unterstützen, ist der gute alte Leberwickel. Ich selbst habe ihn erst vor 2 Jahren wiederentdeckt, dabei ist er so einfach umzusetzen.

Nach der chinesischen Organ Uhr ist mittags nach dem Essen zwischen 12.00 und 15.00 die ideale Uhrzeit für etwas Lebefürsorge. Wenn du mittags keine Zeit hast, ist auch am Abend, vor dem Schlafengehen ein guter Zeitpunkt, da ein Leberwickel sehr entspannend wirkt.

 

Für einen Leberwickel legst du einen erträglich warmen und feuchten Waschlappen unter den rechten Rippenbogen. Diesen deckst du mit einem großen trockenen Handtuch ab und packst obendrauf noch eine heiße Wärmflasche.

Du solltest dir dafür mindestens 20 Minuten für den Wickel an sich Zeit nehmen und anschließend noch 20 Minuten Nachruhen!

 

Der Leberwickel regt die Lebertätigkeit an, verbessert die Durchblutung, unterstützt somit die Entgiftungsfunktion und wirkt entspannend. Auch nach fettigem Essen oder wenn du dich allgemein träge fühlst, kann du einen Wickel anwenden. Eine vorherige Einreibung mit ätherischen Ölen wäre noch das Sahnehäubchen obendrauf.

Zum Beispiel ist Rosmarin Verbenon mit seiner krampflösenden und belebenden Eigenschaft ein guter Leberwickelbegleiter. Gerade wenn deine Leber sehr belastet ist und sich das in Kopfschmerzen, Leber-Gallen Probleme, Bauchkrämpfe oder in depressiver Stimmung äußert.

Du kannst dir ein Leberöl ganz einfach selbst mischen und vorher immer den Bereich unterhalb der rechten Rippenbögen einreiben.
Dazu nimmst du 5 Tropfen Rosmarin Verbenon auf 100 ml Trägeröl, zum Beispiel Sesamöl.

 

Insbesondere im Rahmen einer Entlastungskur, sollten wir darauf achten, nicht zu fettig zu essen, keinen Alkohol zu trinken und viel grünes Zeug, bevorzugt mit Bitterstoffen, zu uns zu nehmen. Also zum Beispiel Löwenzahntee, Artischocke, Scharfgarbe oder Mariendistel mit seinen leberschützenden Inhaltsstoffen. Der Einfachheit halber nutze ich selbst ein Mariendistelkomplex in Kapselform.

Ein weiteres, passendes Kräuterpräparat und Allrounder, welches ich anwende ist Triphala. Der Name bedeutet “Die drei Früchte“ und besteht aus einer Mischung der drei indischen Pflanzen Amalaki, Haritaki und Bibhitaki. Nach der Ayurveda-Lehre kann es alle drei Doshas ausgleichen und die Harmonie im Körper wiederherstellen. Deshalb wird Triphala als Regenerierungs-, Entgiftungs- und Verjüngungsmittel eingesetzt.

Aus eigener Erfahrung, kann ich berichten, dass es sich sehr gut auf die Verdauung auswirkt, entwässernd wirkt, den Stoffwechsel ankurbelt und eben auch die Leber-Gallen Funktion unterstützt.

 

Vielleicht möchtest auch du jetzt die Frühlingsenergie nutzen und etwa für die Leber tun. Das muss keine Woche fasten sein. Es reichen auch mal ein oder zwei Entlastungstage um zu schauen, was es mit dir macht und wie du dich dabei fühlst.

 

 

Wie immer schildere und teile ich hier meine eigenen Erfahrungen. Wenn du dir unsicher bist ob du ein Mittel verträgst oder körperliche Beschwerden hast, dann gehe zu einem Arzt oder Heilpraktiker deines Vertrauens.

Du bist für dich verantwortlich!

2 Kommentare

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