BYE INSTAGRAM

Ursprünglich habe ich auf Instagram angefangen, weil es für mich DIE Plattform für Bild & Text war. Ich habe sehr viel Spaß daran einen Feed aufzubauen, Gedanken und Bilder zu teilen und Menschen zu erreichen. Ich habe lange gehadert, das aufzugeben.

Aber wenn man die Idee der Freiheit immer mehr verinnerlicht, empfindet man manche Konstrukte belastender als zuvor. Ich mache mich abhängig von einer Plattform, die mich ehrlich gesagt auch ziemlich oft nervt. Ich stimme irgendwelchen AGBs zu, die ich nie gelesen habe und schenke damit Herrn Zuckerberg und seinen Schergen automatisch meine Bilder, meine Gedanken, meine Interessen, mein Leben, …

Auszug aus den Instagram AGBs, Stand Januar 2021

Wir beanspruchen nicht das Eigentum an deinen Inhalten, sondern du gewährst uns eine Lizenz, sie zu nutzen. […] Wenn du Inhalte, die durch geistige Eigentumsrechte geschützt sind (wie Fotos oder Videos), auf oder in Verbindung mit unserem Dienst teilst, postest oder hochlädst, räumst du uns hiermit eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare und weltweite Lizenz ein, deine Inhalte (gemäß deinen Privatsphäre- und App-Einstellungen) zu hosten, zu verwenden, zu verbreiten, zu modifizieren, auszuführen, zu kopieren, öffentlich vorzuführen oder anzuzeigen, zu übersetzen und abgeleitete Werke davon zu erstellen,[…]

„Wir verwenden Daten von Instagram und anderen Produkten der Facebook-Unternehmen sowie von Drittpartnern, um dir Werbeanzeigen, Angebote und sonstige gesponserte Inhalte zu zeigen, von denen wir glauben, dass sie dir wichtig sein werden. Außerdem versuchen wir, solche Inhalte genauso relevant zu machen, wie alle deine anderen Erlebnisse auf Instagram.“

 

Instagram gehört wie WhatsApp zu Facebook. Wie konsequent bin ich wirklich?

Auf nem guten Weg. WhatsApp und Facebook Messenger habe ich tatsächlich schon vor einem halben Jahr abgeschafft.

Geschäftlich nutze ich Instagram wie Facebook nach wie vor. Allerdings steht dort das Marketing und mein Angebot im Vordergrund, was das Ganze von mir persönlich etwas abgrenzt und unverfänglicher gestaltet. Auf der dafür nötigen FB-Privatseite habe ich schon vor Jahren alle entfreundet und sämtlichen Content gelöscht. Was übrigens auch ungemein gegen die Entzauberung des Gegenübers hilft. 😉

 

Leider ist es heutzutage scheinbar nicht mehr möglich einen Blog oder ein Geschäft ohne Social Media bekannt zu machen. Suchmaschinenoptimierung hin oder her, sobald keine Verlinkung Facebook & Co. vorhanden ist, wirst du knallhart abgestraft. Allerdings mag auch diese Blase irgendwann mal platzen. Das sind nicht unsere Wohnzimmer, in denen wir die Regeln machen. Und genauso, wie ich nicht jeden reinlasse, werden auch die weiterhin Leute rauswerfen – mit dem Unterschied, dass sie dich nackt entlassen.

4 Kommentare

  1. Pingback: "GEINFLUENCED" – WAS MACHT SOCIAL MEDIA MIT UNS? | hannabergblau Lessons

  2. Hi. Ich bin leider nicht so konsequent. Vor einem Jahr bin ich von WhatsApp auf Signal gewechselt, einfach nur, weil ich dieses dämliche Facebook-Logo in schlechter Typografie nicht bei jedem Launch-Vorgang sehen wollte. Und auch, weil die ganzen Kita/Kaffeekränzchen/etc.-WhatsApp-Gruppen easy vermeidbar sind mit dem Satz „Sorry, hab ich leider nicht.“

    Heute habe ich Signal, Telegram und WhatsApp, weil einige Familienmitglieder nur dort zu finden sind. Allerdings werde ich dem einen, der noch WhatsApp nutzt, demnächst ein neues Handy aufsetzen und dann ist wieder Schluss damit. V.a. die Speichernutzung von WhatsApp fand ich extrem. Was für eine Verschwendung und so schlecht strukturiert…

    Was Instagram angeht, bin ich weit entfernt vom Aufgeben. Ich lade aber nur noch Bilder hoch, mit deren Nutzung ich kein Problem habe. Ich meine, im Endeffekt steht all das drin, damit sie damit Werbung machen könne. Aber der Fakt, dass sie auch andere Sachen damit tun könnten, ist schon störend. Instagram ist aber dann doch die einzige Plattform, auf der ich mit meinen YouTube-Homies und anderen Internet-Homies kommunizieren kann. Wie damals Facebook. Jeder hat es. Man kann darüber Produkte verkaufen, Werbung machen, Leute treffen – alles kostenlos. Und das Gegenstück dazu kenne ich ja. Plattformen wie LinkedIn oder XING, wo etliche Leute zahlen und man entsprechend auch nur Leute trifft, die aus beruflichen/Networking-Gründen da sind… das ist halt weder breit noch interessant. Alle sind höflich und langweilig.

    Mit dem Blog hab ich’s auch probiert. Habe immerhin Bloglovin‘ und WordPress.com Integration über das Jetpack Plugin (Empfehlung!). Denn irgendwie möchte man auch findbar sein, kommentierbar sein… ich finde das schwer ohne Social Media Netzwerke. Und ich hab diesen Absprung in den letzten 10 Jahren echt oft versucht. Es hat leider nie geklappt. Vielleicht wenn man echt viele Follower hat. Aber ich glaube selbst dann, selbst mit Mailingliste… wie oft gehen diese Leute wirklich direkt auf deine Webseite, wenn sie für ähnliche Inhalte einfach eine App, die sie schon haben, aufmachen können…? :-/

    • Hi Undine.
      WhatsApp ganz zu löschen, war schon ne Sache. Gerade für Familienmitglieder, die WhatsApp als DIE Neuentdeckung feierten. Alternative Messenger werden ja leider gerade als VT-Kanäle etwas ins Eck gedrängt aber wie schön, dass die gute alte SMS in Zeiten von Flatrates immer noch so einfach nutzbar ist – sogar als MMS. 😉
      Definitiv war es auch für mich ein Befreiungsschlag von den ganzen ätzenden WP-Gruppen und deplazierten Sprachnachrichten nacht um halb 3.

      Was Instagram betrifft – ich liebe deinen Kanal als kleine Insel zwischen dem ganzen Influencer Gedöns und du machst das auch richtig gut und hast realtiv flott eine Community aufgebaut. Ich denke es kommt etwas auf den Hintergrund seines Kanals an. Ich bin kein klassischer Instagrammer. Meine Follower haben sich nie so schnell aufgebaut, wahrscheinlich, weil ich auch die „Regeln“ nicht ganz befolgt habe.

      Als Alternative für die Reichweite sehe ich aktuell noch Podcasts – evtl. mit angeschlossenem Blog oder Social Media Kanal für den Austausch mit seinen Homies.

      Blog war schon immer nicht ganz ohne, aber es ist und bleibt ein Kommunikationstool und ich freue mich über jeden Menschen, der hier her findet. Ich habe so ein Gefühl, dass das irgendwann auch mal wieder mehr Bedeutung findet, wenn die Facebook- und Google-Familie weiter so zensiert. Irgendwann vergeht die Lust. We will see udn vielleicht werden RSS Feeds ja mal wieder richtig schick… ? 🙂

      • SMS ist für mich nicht so. Hab Prepaid, damit funktioniert das alles nicht. Und nach 20 Jahren Prepaid-Vertrag rück ich glaub ich auch nicht so bald davon ab (funktioniert zu gut). Ich habe dann alle zu Signal bekehrt und drauf gesetzt, dass die Freundschaft es ihnen schon wert sein wird, vielleicht auch mal jenseits einer bescheuerten App den Kontakt auf die Reihe zu kriegen… In dem Rahmen merkt man dann auch oft, dass man vielleicht selbst jahrelang derjenige war, der immer angerufen hat, aber nicht angerufen wurde. Und so denke ich mir dann auch manchmal: War gut so. Kleiner feiner Kreis bleibt.

        Podcast ist gut! Du kannst es ja so einbinden, dass es von einem Podcatcher gefunden werden kann. Gibt es Plugins für, soweit ich weiß.

        Viel Glück!

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